Dienstag, 21. Januar 2020

21.1.20 - Jede Menge Holz(...kirchen)


Gestern Abend hab ich noch bis halb 11 gelesen und dann recht gut und lang geschlafen. Um 8 bin ich aufgestanden, nachdem unter mir der Wecker geklingelt hatte, aber niemand aufgestanden ist… Nach einer Kleinigkeit für die Pimpqueens gab’s Frühstück, leider wieder ohne echten Kaffee.
Gegen halb 10 bin ich zu meiner Kirchentour aufgebrochen. Am Busbahnhof hab ich erstmal ein Ticket für morgen gekauft, mit der tollen Agentur, mit der ich auf die Insel kam. Kostet kaum mehr als der normale Bus. Dann stieg ich in die nächste Klapperkiste nach Tenaún, ein Ort nordwestlich von hier. Der Bus brauchte über eine Stunde bis dorthin. Die Kirche war ganz putzig und auch geöffnet. Der Ort selbst ist ein kleines Dorf, da steppt der Bär. Aber auch ganz süß, wie überall auf der Insel blüht es in jedem Garten.



Wurde leider auch hier erst aufgestellt, als es schon zu spät war...

Schon eine halbe Stunde später saß ich wieder im Bus zurück bis nach Dalcahue. Dalca heißt in der Sprache der Mapuche Boot und das trifft es hier ganz gut! Auch hier warf ich einen Blick in die Holzkirche und schlenderte dann am Ufer entlang. 

In einem netten kleinen Café gab es Cappuccino und ein Krabben-Käse-Empananda, dazu wieder etwas Neuseeland-Lektüre.



Gestärkt lief ich bis zur Fähre und hatte Glück, zeitgleich mit mir kam der Bus auf die kleine Insel nach Achao an, so dass ich auf der Fähre zusteigen konnte. Damit ging es bis ans Ende der Insel, die zwischen Chiloé und dem Festland liegt. Das sieht hier ganz seltsam aus, man denkt, da sind Wolken am Horizont, dabei sind es die schneebedeckten Gipfel der Anden… 

Auch Achao ist eher überschaubar und hat außer der Holzkirche nicht viel zu bieten. Doch, immerhin einen Strand! Und es war auch richtig warm heute!



Trotzdem saß ich nach nicht allzu langer Zeit im Bus zurück nach Castro. War inzwischen auch schon fast 3 und die Rückfahrt dauerte fast eineinhalb Stunden. Insgesamt war’s aber ein netter Ausflug, auf dem ich definitiv einiges von der Insel gesehen habe. Ein bisschen scheint die Zeit hier schon stehen geblieben zu sein!
Zurück in Castro ging ich in den Supermarkt. Ach ja, gestern ganz vergessen. Was auch sehr europäisch ist, man bekommt keine Plastiktüten! Mit meinem Abendessen ging es dann erst noch zur Vorspeise. Die Eisdiele meines Vertrauens rief mich laut und deutlich und heute bestellte ich endlich mal ein Viertel Kilo Eis! Das ist hier Standard, bisher hab ich es nur nie genommen, weil es immer im Styroporbecher verpackt wird. Hier aber gab es das in einem richtigen Pappbecher, ganz ohne Beschichtung! Im Park ließ ich es mir schmecken! Super cremig! Danach las ich noch etwas.
Gegen halb 6 ging ich zurück zum Hostel und machte mich ans Kochen. Nudeln mit Tomaten-Champignon-Soße und (leider fertigem) Parmesan. Das Hostel ist super ausgestattet, ich habe nichts aus meiner Kochtüte gebraucht! Es gab sogar getrocknete Kräuter, Pfeffer und Chilli ;-) Superlecker, Pilze gab’s in letzter Zeit nicht allzu viele…
Nach dem Essen duschte ich, jetzt ist es halb neun und ich sitze wieder unten. Die Koreaner schmatzen und schlürfen wieder fröhlich vor sich hin, heute nicht ganz so nervig wie gestern… Morgen geht’s zurück zum Festland und nach Puerto Varas, ein Ort für diverse Outdoor-Aktivitäten…

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