Mittwoch, 15. Januar 2020

10.1.20 - Auf in den Nationalpark Torres del Paine

Gegen 11 machte ich gestern den Kindle aus, es rumorte noch etwas im Hostel, dann kehrte aber Ruhe ein und keine Türen gingen auf und zu. Zumindest nicht laut und ich schlief endlich mal wieder richtig gut. Kurz nach 7 wachte ich auf und blieb noch bis halb 9 liegen. Dann stand ich auf und ging frühstücken. Recht einfach, leider nur Instant-Kaffee. Ich habs mal wieder versucht und bin dann auf Tee umgestiegen ;-)
Danach packte ich meinen kleinen Rucksack für die nächsten viereinhalb Tage. Ziemlich gut gefüllt, aber das Gewicht passt. Dann schaffte ich es tatsächlich, meine Polarjacke loszuwerden. Chris, der Deutsche aus meinem Dorm fliegt in vier Tagen heim und nimmt sie mit ;-) Juhu, 40€ Porto gespart und somit kommt sie schon mal sicher ins richtige Land!
Um 11 musste ich in meiner Touragentur sein, also lief ich dorthin. Dort angekommen musste ich noch ein Formular ausfüllen und bekam eine Tüte mit nützlichen Sachen. Wobei ich alles selbst habe. Eigentlich schade, wieder eine Trinkflasche, ein kleines Reisehandtuch und ein Hüttenschlafsack. Kann ich nicht wirklich mitnehmen, sonst muss ich das nächste Päckchen schicken ;-) Dann gab es noch sämtliche Tickets für Transport, Eintritt und Unterkünfte und ein Briefing über den Trek selbst und diverse Empfehlungen. 20 Minuten später war ich fertig und wurde bis zum Nachmittag entlassen, wenn dort der Bus fährt.
Ich lief zurück zum Hostel, packte nochmal um (Moskitomittel und Hüttenschlafsack waren noch nicht im Gepäck, außerdem noch meinen leeren Dreckwäschebeutel, denn ich komme wohl immer mal früh an einem Refugio vorbei, wo ich dann Sachen lassen kann, die ich tagsüber nicht brauche. Die kann ich dann alle da rein schmeißen und gut ist es.

Danach wurde noch ein letztes Mal das gute Internet genutzt und schon mal der erste Vormittag im Blog geschrieben. Jetzt ist es halb 1, ich werde mich dann vom Acker machen, irgendwo noch einen guten Kaffee trinken und was essen.
Als ich dann endlich loslaufen wollte, regnete es natürlich. Ich wartete noch etwas, dann wurde es auch wieder besser. Bei leichtem Nieselregen startete ich und fand kurz vor der Agentur ein schönes kleines Café oder Restaurant. Dort gönnte ich mir das Tagesmenü: Zucchinisuppe, frischer Thunfisch mit Reis und Salat und Kefir mit Früchten. Dazu einen echt guten Cappuccino. Als ich fertig war, war es auch schon Zeit zur Agentur zu laufen. Der Bus stand schon bereit, ich und 20 andere stiegen ein. Verglichen mit manch anderen war mein Rucksack eher klein. Um halb drei ging die Fahrt los. Knapp zwei Stunden später waren wir am Eingangstor zum Torres del Paine Nationalpark.
Dort mussten wir uns zunächst ein ganz kurzes Video zu den Regeln im Park anschauen. Danach noch ein Formular ausfüllen und unsere Tickets vorzeigen. Es war erstaunlich warm, Pulli war schon fast zuviel. 

Von dort ging es nochmal etwa 20 Minuten weiter zum Torres Central Refugio. Wobei sich hier unsere Gruppe teilte, die meisten haben anscheinend Camping mit festen Zelten gebucht, denn sie liefen alle am Refugio vorbei. Ich checkte ein, bekam Coupons für zwei Mahlzeiten, eine Lunchbox und einen Pisco Sour. 


Dann konnte ich mein Zimmer beziehen, ein schönes helles Sechserzimmer mit viel Platz und bequem aussehenden Betten. Ich ließ ein paar Sachen auf dem Bett zurück und ging nochmal nach draußen. Ich kuckte mir etwas die Gegend an und setzte mich dann in die Wiese hinterm Haus, um meinen Blog weiter zu schreiben. 

Während der vielleicht halben Stunde wechselte das Wetter von sonnig zu einer mega fies aussehenden Wolke, die sich hinter dem Bergmassiv heran schob. Gegen sechs verzog ich mich daher wieder nach innen. 




Um halb sieben gab es Abendessen. Hier saß ich neben zwei deutschen Mädels, Kerstin und Marlene, die in meinem Bus waren. Das Abendessen überraschte uns alle. Es gab Suppe, dann Lachs mit Kartoffeln und Gemüse und zum Nachtisch Pannacotta. Das ganze auch noch angerichtet wie in einem guten Restaurant. Danach holte ich meinen Welcome-Drink Pisco in Form eines Bier ab und setzte mich noch kurz nach draußen. Jetzt, halb acht, schreibe ich meinen Blog fertig, dann geht's unter die Dusche und mit dem Kindle ins Bett. Morgen geht's früh los und der Tag wird anstrengend werden... 

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