Samstag, 7. Dezember 2019

07.12.19 - Circuito Chico - 33km Radeln + ein bisschen Wandern



Heute hab ich wieder super geschlafen, bis 8 Uhr! Dann ging’s zum Frühstück, zuckerfreie Cornflakes und frisch gebackenes Brot. Der Himmel war schon wieder strahlend blau. Carl ließ mir ein Fahrrad reservieren, gegen 10 machte ich mich dann mit dem Bus auf den Weg zum Circuito Chico. Das ist ein 27km langer Rundweg auf asphaltierter Straße, der einen zu sehr schönen Punkten bringt.
Um kurz vor 11 hatte ich mein super gutes Mountainbike unterm Hintern und los ging die Fahrt. Auf den ersten 8km war noch relativ viel Verkehr, bis zu dem Punkt, an dem die Schiffe in Richtung Chile abfahren (man kann hier für unglaublich viel Geld Boot-Bus-Boot nach Chile fahren). 

Am Hafen trank ich noch einen Cappuccino und aß zwei Medialunas, dann ging es in den Nationalpark. Der Verkehr war hier deutlich schwächer, nur noch Touristen in Autos und Bussen.


Die Aussicht war ähnlich gut wie gestern, wunderschöne Viewpoints über die Seen. Die Straße ging ganz schön bergauf und bergab, ich spürte schon bald meine Beine, die nichts mehr gewöhnt sind. Aber im Gegensatz zu vielen anderen hab ich nicht geschoben ;-)


Nach gut der Hälfte der Strecke gegen 1 Uhr führte mich ein Cache bergauf, so dass ich das Fahrrad stehen lassen musste. Eigentlich waren das nur 1,5km, aber der Cerro Lopez war unglaublich steil. Auf dieser Strecke machte ich fast 400 Höhenmeter und brauchte fast eine Stunde. 


Der Blick war aber unbezahlbar! Oben gab es sogar eine Hütte und es waren doch auch einige Leute hier. Ich hatte aber ein gutes Sandwich und eine Banane mit. 


Zurück ging es schneller, aber auf sandigem Untergrund auch gar nicht so einfach. Einmal hat es mich fast zerlegt und ich hab mir so richtig die große Zehe umgebogen, tut immer noch ordentlich weh.



Es war fast 3 Uhr bis ich wieder bei meinem Fahrrad war. Die Oberschenkel brannten und klar, erstmal ging es wieder ordentlich bergauf. Dafür wurde ich mit dem Punto Panoramico Restaurant belohnt. 



Die Aussicht war toll, der Brownie mit Eis und DdL genauso gut!
Kurz danach kam auch noch der offizielle Viewpoint, der beste der ganzen Tour, mit Ausnahme meines Abstechers auf den Berg. 

Gegen Ende konnte man noch einen Abstecher zur Colonia Suiza machen, einem kleinen ehemals schweizer Dorf. Da denkt man doch, die wohnen auf dem Berg, aber klar, es ging auf dem Hinweg auch schon bergab. Das Dorf war nicht so der Hammer, sehr touristisch, wenn auch nicht so wie Gramado in Brasilien. Ganz nett für ein Fondue, Spätzle oder etwas Schokolade, aber ich hatte ja schon meinen Brownie…

Von dort waren es nur noch wenige Kilometer zurück. Kurz nach fünf gab ich mein Fahrrad zurück, Gipsy zeigte gut 36km an, davon etwa 3,5 zu Fuß. Mit dem nächsten Bus ging es zurück zum Hostel. Im Supermarkt kaufte ich mir noch zwei 700ml „Patagonia Weisse“, das hatte ich mir echt verdient! Im Hostel traf ich auf meine neue Mitbewohnerin Maddie aus Australien, ebenfalls im Sabbatjahr, aber kein Lehrer. Ich duschte, wir unterhielten uns kurz, dann ging’s runter ins Wohnzimmer, wo ich Blog schreiben wollte. Das zog sich so über gut zwei Stunden, dann hier sind einfach so viele nette Leute, mit denen man reden muss ;-)
Jetzt ist es neun Uhr, der Himmel draußen färbt sich rot, es durftet wunderbar nach dem heutigen vegetarischen Menü ;-)
Um halb 10 war es soweit, unser Küchenchef kam mit dem Salat, heute mit Avocado und wieder sehr leckerem Dressing, dazu frisch gebackenes Brot. Als Hauptspeise gab es Pilzrisotto mit selbstgemachten Käse-Crackern. Überragend, mein erstes Risotto seit Deutschland, so lecker! Zum Nachtisch dann schließlich noch gefrorene Himbeeren mit einer Pudding-Creme. Superlecker und mit so viel Liebe gekocht!
Jetzt ist es kurz vor 11, wir sitzen hier alle noch zusammen und quatschen. Aber ich bin schon ganz schön müde, war doch recht anstrengend heute...



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