Mittwoch, 6. November 2019

06.11.19 - Ein fauler Tag am Strand...


…so war das zumindest geplant. Was nicht heißt, dass das auch so kam.
Heute Nacht hab ich gut geschlafen, gegen 7 war ich wach, blieb aber wieder bis 8 liegen, bevor ich frühstückte. Heute in kurzer Hose und Top, die Sonne schien, juhu! Ich saß zusammen mit dem Italiener von gestern und eine Catalane, Micky am Tisch, wir beide beschlossen zusammen, zu einem Strand zu laufen, den Gianluca, der Italiener uns empfohlen hatte.
Gegen halb 10 starteten wir im Hostel und fuhren erstmal mit dem Bus zur anderen Seite der Lagune und ein Stück bergauf. Dann liefen wir, zunächst richtig steil bergauf, danach ging es immer rauf und runter, die Aussicht aufs Meer war super!


Nach einer halben Stunde kamen wir am kleinen süßen Strand Praia do Gravatá an. Leider war die Arbeit schon da! Eine komplette pubertäre Schulklasse. By the way, Micky ist auch Sportlehrer… Im doppelten Sabbatjahr. Wir blieben trotzdem ein Stück hier, ich sprang einmal in die Wellen, ganz schön kalt hier! Die Luft war auch nicht übermäßig warm, vielleicht so 23°.

Nach einer kurzen Ruhepause liefen wir weiter in Richtung Praia da Joaquina. Nur ca. 3km und maps.me und Gipsy kannten beide den gleichen Weg, kann ja nicht so schwer sein. Nach kleinen Startschwierigkeiten fanden wir einen steilen Trail, der uns erstmal vom Strand weg und mitten durch den atlantischen Regenwald führte. Plötzlich stand ein echt großer Leguan vor mir, bin voll erschrocken! Später führte der Weg wieder bergab und wir kamen an die felsige Küste. Bis hierhin gut, dann begann aber der abenteuerliche Teil.
Erst ging es über recht kleine Felsen den Strand entlang, man konnte gut von einem zum anderen springen. Dann wurden die aber immer größer und steiler, so dass wir uns immer schwerer taten, noch einen Weg zu finden. 



Allein hätte ich wahrscheinlich echt Schiss gehabt. Irgendwann passierte es dann auch, ich sprang von einem nassen Felsen auf einen steilen anderen, rutschte ab und konnte mich gerade noch so in Bauchlage drauf festkrallen. Mit Bewegen war da nix mehr, doch zum Glück kam Schubhilfe von unten und ich konnte mich gar hoch ziehen.

Die zweite heikle Stelle kam dann noch, als wir ein von Wellen überspültes Felsstück überqueren mussten. Große Welle abwarten und dann loslaufen. Klappte zumindest besser und fast trocken… Nach zweieinhalb Stunden hatten wir die Felsen hinter uns und freuten uns wie kleine Kinder über die Spuren der Zivilisation: Eine Straße! Die letzten Meter bis zum großen Strand ging es dann auf der entlang. Wir ließen die Strandlokale hinter uns und suchten uns kurz dahinter ein schönes Plätzchen.

Ich stärkte mich mit den restlichen Nudeln, dann sprang ich ins Wasser und pünktlich danach kam eine Churro-Verkäuferin bei uns vorbei. Sehr lecker. Danach lagen wir in der Sonne, die – im Nachhinein betrachtet – deutlich stärker war als erwartet, leichte Rottöne sind auf meinen Armen zu erkennen. Später tranken wir noch einen Saft in einer der Strandbars und ich aß noch einen gegrillten Käse von einem Strandverkäufer, bevor wir zurück liefen. Das erste Stück die Straße entlang, den letzten Teil legten wir mit Uber zurück, was für zwei Leute günstiger war als der Bus.
Gegen sechs waren wir im Hostel zurück. Ich duschte, checkte meine Weiterfahrt für morgen ab und buchte ein Hostel in Blumenau. Ja, das heißt echt so, mehr dazu morgen. Gegen halb acht gingen Micky und ich dann ins Beers & Books zum Abendessen. Schönes Plätzchen, verglaste Terrasse im ersten Stock mit Blick auf die Lagune. Ich bestellte den Fisch des Tages, Google übersetzte ihn mir als Gelbschwanzmakrele. Sehr lecker und so viel Gemüse hab ich schon lange nicht mehr auf meinem Teller gesehen!

Jetzt sind wir zurück im Hostel, es gibt nochmal ein frisch gezapftes Bier und der Blog ist so gut wie fertig.
Werde dann wohl noch etwas lesen, zu mehr bin ich heute nicht mehr fähig… Gute Nacht!

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