Dienstag, 14. Juli 2020

13.7.20 - Weiterfahrt in die estische Hauptstadt mit Shoppinganfällen

Gegen halb 12 gestern war der Kindle aus und wir haben beide gut geschlafen. Es war wunderbar ruhig, die Straße, die an unserem Stellplatz vorbei führte, ging ja auch lediglich zum Aussichtspunkt auf den Klippen. Gegen halb 9 krabbelte der „frühe Vogel“ Mela aus dem Bett und begab sich für Yoga und Meditation auf die 5m Land zwischen Van und Meer. Ich blieb im Bett und las ein bisschen. Eine Stunde später stand ich dann auch auf, sorgte für die Koffeinzufuhr und zog samt Kindle um in die Sonne. Echt schön und bis auf ein weiteres Auto völlig menschenleer.



Wir trödelten weiter gemütlich rum, hatten aber 12 Uhr als Abfahrtszeitpunkt eingeplant. Gegen 11 gab es Frühstück mit leckerem Brot und Joghurt mit frischen Him- und Blaubeeren und tatsächliche, Punkt 12 waren wir on the Road! Die erste Stunde fuhr ich, im Norden der Insel entlang, bei deutlich besserem Wetter als gestern. Dann über den Damm zurück nach Muhu. Im Zentrum der Insel hielten wir an und kauften das legendäre Brot! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so geiles Brot gegessen habe. Das ist der Hammer, ein wenig wie Pumpernickel, aber normales Brot, sehr saftig und frisch aus dem Ofen, dazu hausgemachte Butter mit Meersalz. Ein Traum, zum Glück haben wir gleich 2 Laib (also vermutlich 2kg) gekauft.


Am Ortsausgang entdeckte ich dann noch eine riesige Gasflasche, wir stoppten kurz und bekamen tatsächlich eine neue Gasflasche. Besonders hübsch in orange! Wir wissen nicht genau wieso, irgendwie hat die alte nicht so übermäßig lang gehalten. Bestimmt war sie undicht, orange Flaschen halten sicher länger!

Weiter ging’s zur Fähre, dieses Mal mussten wir ganze 15 Minuten warten, Zeit genug für mich, um den „Warte-Cache“ zu finden. Kurz nach 2 fuhren wir auf die Fähre und das bombastisch gute Internet wurde zum Hochladen des Blogs genutzt.

Die Fahrt war viel zu schnell zu Ende und schon verließen wir den Wifi-Hotspot in Richtung Tallinn, zwei Stunden Fahrt lagen vor uns, die wir uns teilten und die damit auch recht schnell vergingen.

In Tallinn tankten wir noch einmal voll, in Finnland wird der Sprit sicher teurer. Dann füllten wir auch unsere persönlichen Vorräte, denn nicht nur Diesel ist in Skandinavien teuer… Hm, der Kassierer war begeistert, als wir das Förderband fotografierten. Aber wie gesagt, wird sonst noch teurer… Und soo viel ist das gar nicht, wir haben ja noch 7½ Wochen!


Die Vorräte wurden notdürftig verstaut und wir fuhren das letzte Stück zu unserem Geheimtipp-Stellplatz, dem City Camping Garden, genau zwei Stellplätze bei einem kleine B&B nahe des Zentrums mit super süßem Garten. Bisher unsere teure Unterkunft, dafür haben wir unser eigenes Bad mit frischen Handtüchern, einen schönen Garten, einmal freier Laundry, Kräutergarten (ich ernte gleich mal Minze für den Mojito), … Wir haben allerdings noch keine Ahnung, wie wir rückwärts wieder durchs Gartentor passen…

Nachdem wir standen, ging Mela abspülen, ich spielte Tetris, bin jetzt in Level 100, aber der Alkohol ist verstaut! Und ehrlich gesagt, also, ein Kasten Bier ginge schon auch noch rein…

Kurz nach 6 waren wir dann soweit und fuhren mit den Rädern knapp 2km in die Altstadt. Echt sehr süß und echt sehr alt! Wir schlenderten ein wenig durch die Straßen. 



Mela hatte für halb 8 einen Tisch reserviert in einem echt süßen Restaurant. Leider fand ich die Speisekarte jetzt nicht so überzeugend (5 Gerichte, ein nicht so begeisterndes veganes, als einziger Fisch am Meer Forelle…). Wir liefen noch einmal durch die Gassen auf der Suche nach einer Alternative, fanden aber leider nichts. Ein sehr einladendes veganes Restaurant ist halt mal echt heute und morgen ausgebucht!

Aus Mangel an Alternativen gingen wir also zum ersten Restaurant zurück. Es gab „Steckrübensteak“ mit was weiß ich nicht alles. Hm, es war eher überschaubar, was es da so alles gab. Eigentlich war der Teller mit viel Fantasie halb voll. Wirklich überzeugt hat es mich jetzt auch nicht, aber das konnte man ja wirklich nicht ahnen!


Nicht übermäßig satt liefen wir noch eine Runde durch die Stadt, zum Glück stand vor einer Pizzeria ein Kerl, der Pizza zum Probieren anbot ;-) Nun doch halbwegs satt gingen wir noch einen Cocktail trinken. Ich hatte irgendwas mit Mango und Chili. Chili schmeckte ich, Mango eher weniger.

Gegen 10 radelten wir zurück zum „Campingplatz“, ich sprang in unsere Dusche. Jetzt sitzen wir dick eingemummelt in einem kleinen Pavillon, checken die Lage für die nächsten Tage und ich schreibe Blog. Dazu gab es Gin Tonic, damit ist schon mal eine Schnapsflasche leer ;-) Da war aber auch nur noch ein Rest drin!!!

Jetzt ist es halb 12, das Internet mag nicht, also versuche ich, morgen früh den Blog hochzuladen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen